2023 Vorsitzender am 29. April bei den 10. Königsbronner Gespräche

„Deutschland in der Zeitenwende – zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ 

Was ist seit dem Ausruf der Zeitenwende durch Bundeskanzler Olaf Scholz geschehen? Ist Europa verteidigungsfähig? Ist Deutschland auf Attacken auf die Infrastruktur vorbereitet und was verlangt uns darüber hinaus der Klimawandel ab? – Große Fragen und teils klare Antworten.

Etwa 300 Gäste, darunter auch der Präsidiumsvorsitzende Graf Adelmann waren auf Einladung der Konrad Adenauer Stiftung, der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, des Bildungswerkes des Deutschen Bundeswehr Verbandes und des Schirmherrn der Veranstaltung, des Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter, nach Königsbronn gekommen, weitere 500 sahen live per Video zu.

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, bat in seiner Videobotschaft um weitere Unterstützung der Ukraine, bevor Kiesewetter den Blick auf die deutsche Zurückhaltung bei den Waffenlieferungen lenkte. Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, forderte einen kontinuierlich steigenden Verteidigungshaushalt: „Der Tanker schwenkt auf Kurs ein, wir beschleunigen die Fahrt, die Frage ist nur, bekommen wir genug Sprit.“ Unterstützt wurden die vorangegangenen Aussagen auch von Jamila Schäfer, Grünen-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. Der Europaabgeordnete General a.D. Riho Terras, einst Befehlshaber des Heeres in Estland, forderte von Deutschland die Übernahme der Führungsrolle. Dass der Westen Lehren aus der russischen Invasion mit Blick auf China und Taiwan ziehen sollte, machte auf humoristische Weise der Repräsentant Taiwans in Berlin, Prof. Dr. Jhy Wey Shieh, deutlich. „Wenn Sie mich fragen würden nach der Beziehung zwischen China und Taiwan, würde ich antworten: Die Beziehung ist gro0ßartig! China ist groß, Taiwan ist artig.“(GA)

 

v.l.n.r.:  Roderich Kiesewetter, Jamila Schäfer, André Wüstner, Riho Terras